Die Masterarbeit untersucht die Qualität und Verkehrssicherheit bestehender Radverkehrsanlagen in Münster anhand einer vergleichenden Analyse dreier unterschiedlicher Bewertungsmethoden: H EBRA (Hinweise zur einheitlichen Bewertung von Radverkehrsanlagen), CycleRAP (Cycle Road Assessment Program) und eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs der FH Münster. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung des Radverkehrs im Zuge der Verkehrswende sowie die zunehmende Notwendigkeit, bestehende Radwege systematisch zu erfassen, zu bewerten und hinsichtlich ihrer Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit zu optimieren. Ziel der Arbeit ist es, die drei Bewertungsmethoden in Bezug auf ihre Kriterienkataloge, Berechnungsmodelle und Bewertungsskalen systematisch gegenüberzustellen, Unterschiede herauszuarbeiten und die praktische Anwendbarkeit zu überprüfen. Hierzu werden sieben innerstädtische Radwegabschnitte in Münster erfasst, bewertet und die Ergebnisse vergleichend ausgewertet. Die Analyse zeigt, dass die Methoden zwar gemeinsame Grundprinzipien aufweisen – etwa die Bewertung nach Sicherheit, Führungsform oder Anlagenzustand –, jedoch erheblich voneinander abweichen, sowohl in der Schwerpunktsetzung der Kriterien als auch in der Methodik der Bewertung. Die Autorin formuliert konkrete Handlungsempfehlungen, um die Methoden weiterzuentwickeln – darunter die Harmonisierung von Bewertungsskalen, eine realitätsnähere Ausgestaltung von Vergleichs- und Referenzwerten sowie eine stärkere Berücksichtigung verhaltens- und konfliktbasierter Aspekte. Sie schlussfolgert insgesamt, dass ein methodenübergreifender Bewertungsansatz einen wichtigen Beitrag Radverkehrssicherheit in Städten leisten kann.
Radverkehrssicherheit: Qualitätsbewertung bestehender Radverkehrsanlagen in Münster mittels einer vergleichenden Analyse unterschiedlicher Kriterien- und [...]
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